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Was ist eigentlich das Problem mit Demokratien?

01.07.2026 – JeDI Consulting – Lesezeit 4 Minuten 

Es wird viel gesprochen über eine Demokratie-Simulation, Wahlbetrug und Manipulation durch die Medien. Doch wie sehen die Fakten einer Demokratie aus?

Schon die alten Griechen kannten alle uns heute bekannten Herrschaftsformen. In unserer heutigen Zeit würde wohl kaum jemand eine Demokratie als Herrschaftsform wahrnehmen. Doch der Schein trügt möglicherweise.

Schon Platon, Schüler von Sokrates, beschrieb den Zyklus von Herrschaftsformen als Stufen in hierarchischer Form. Vor der Französischen Revolution kannte man noch die Aristokratien, die von Timokratien abgelöst wurden und sich in Oligarchien verwandelten. Sie wichen in weiterer Folge den uns heute bekannten Demokratien. Was kaum jemand weiß ist, daß von den alten Griechen die nächste Stufe nach der Demokratie bereits als Tyrannei beschrieben wurde.

Wie kann es also sein, daß eine Demokratie so schlecht abschneidet?

Betrachtet man den Begriff etwas genauer so teilt er sich in zwei Bereiche auf.

‚Demos‘ bedeutet im altgriechischen Kontext die kleinste Verwaltungseinheit. Also eine Gemeinde oder auch ein Dorf. Demoten sind hierbei deren Mitglieder. Vor den Herrschaftsformen setzte sich unsere heutige Gesellschaft aus vielen kleinen, dezentralen Dörfern zusammen.

Der Begriff der Dunbar-Zahl kommt aus dieser Zeit. Als Dunbar-Zahl wird die theoretische kognitive Grenze der Anzahl an Menschen bezeichnet, mit denen eine Einzelperson stabile soziale Beziehungen unterhalten kann.

Der Begriff geht auf den britischen Anthropologen Robin Dunbar zurück, der in den 1990er Jahren einen Zusammenhang zwischen der Gehirngröße (speziell des Neocortex) bei Primaten und der Größe ihrer sozialen Gruppen feststellte.

Man geht davon aus, daß die Größe dieser Zahl um die 300 liegen kann. Also die Größe eines kleinen Dorfes, in dem die Demokratie gut funktionieren kann.

Der Begriff -kratie (oft auch als eigenständiges Wort ‚Kratie‘ im Kontext von Herrschaftsformen diskutiert) stammt direkt aus dem Altgriechischen. Er kann als Stärke oder Macht interpretiert werden und zusammen ergibt sich die Leistungsfähigkeit eines kleinen Dorfes.

Daß eine heutige Demokratie im Bereich von hundert Millionen Menschen in einem Staat also hinterfragenswert ist, liegt auf der Hand.

Ein Parteiensystem ist in diesem Kontext bereits ein Widerspruch in sich. Denn Parteien sind störanfällig und bieten insbesondere mit den heutigen Medien viel Raum für Manipulation. Eine direkte, demokratische Wahl ist mit Parteien bereits ausgeschlossen.

Doch das eigentiche Problem liegt in der Natur der Sache selbst. Bei einem Land mit z.B. hundert Millionen Einwohnern wird es nach einer Wahl einen überlegenen Teil geben, z.B. sechzig Millionen. Der unterlegene Teil der übrigen vierzig Millionen Menschen wird nun automatisch und mit Gewalt unterdrückt und muß sich fügen.

Es gibt keine Möglichkeit einfach das Dorf oder den Bezirk zu wechseln, will man seinem Heimatland treu bleiben und andere Regeln in der Gesellschaft akzeptieren. Will man sich den Gesetzen der Mehrheit nicht unterwerfen ist man gezwungen, das ganze Land zu verlassen. Dies als Gerechtigkeit zu bezeichnen darf durchaus hinterfragt werden. Manipulation durch Medien und Politik und vor allem Moralisierung sind dabei oft beobachtete Werkzeuge, die eine Demokratie zweifelhaft erscheinen lassen. Denn, betrachtet man den unterlegenen Teil einer Parteienwahl als legitim formuliert, unterdrückt, ist der Weg in die Tyrannei tatsächlich nicht mehr weit.

Zieht man zu diesem Zusammenhang noch die Bildung weiterer Hierarchien mit ein, z.B. die Europäische Union oder Zentralbanken, erhält der Begriff der Demokratie noch mehr zweifelhafte Eigenschaften als es der Schein erwarten läßt.

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