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Bitcoin ist die einzige digitale Wahrheit in unserer Welt

15.02.2026 – JeDI Consulting – Lesezeit 9 Minuten 

Am Beispiel der Blockchain konnte bereits geklärt werden, daß diese allein niemals eine überprüfbare Wahrheit tragen kann. Sie ist also im Prinzip eine unbedeutende Technologie mit Ausnahme von Bitcoin.

Wie kann man Wahrheit definieren? Wahrheit ist zunächst ein philsophischer Ansatz, der sich nicht so einfach definieren läßt. Doch wir können Nährerungswerte wissenschaftlich bestimmen, die dazu führen können.

1. Die Korrespondenztheorie. Finden wir Übereinstimmungen mit der Realität? Wenn eine Aussage getroffen wird: Es regnet, dann kann sie in der Realität überprüft werden, spätestens, wenn wir dabei naß werden. Z.B. ist dies eine Theorie von Aristoteles.

2. Kohärenztheorie. Finden sich Widersprüche im System? Hier geht es um reine Logik. Mathematik baut auf ihr auf. Doch ist es nicht unbedingt einfach, sie immer in der Realität zu überprüfen.

3. Pragmatische Theorie. Ist die Aussage nützlich oder führt sie zu Erfolg? Es geht um praktische Konsequenzen, die sich im dynamischen Handeln bewähren und zu erfolgreichen Ergebnissen führen.

Dazu finden sich die objektive und die subjektive Wahrheit. Ist sie also abhängig vom Betrachter oder nicht? Während die Korrespondenztheorie meist eine objektive Wahrheit anstrebt, betonen neuere Ansätze wie die Konsenstheorie (z. B. Jürgen Habermas), dass Wahrheit auch das Ergebnis eines rationalen Diskurses und eines idealen Konsenses sein kann. Dazu könnte man sich das Ausschlußprinzip vorstellen.

Man sieht also, daß der Begriff von Wahrheit nicht immer einfach herzuleiten ist. Doch wie kann das Bitcoin Netzwerk behaupten, absolute, digitale Wahrheit zu implizieren?

Bitcoin ist ein dezentrales Protokoll. Der Begriff der Dezentralität ist essentiell um auch den Begriff der Wahrheit in diesem Kontext zu verstehen. Doch Dezentralität alleine reicht nicht immer ganz um eine echte Wahrheit zu erzeugen.

Es ist auch nötig, den Begriff von quelloffenen Computersystemen zu verstehen. Entwicklungen, die jederzeit von jedem in seiner absoluten Ganzheit eingesehen, überprüft und sogar verändert weiterverwendet werden können. Bitcoin erfüllt diese sogenannten Freien Open Source Eigenschaften. Jeder kann und darf den Programmcode frei benutzen.

Diese absolute Transparenz ist nötig, um Mißbrauch auszuschließen und genaue Kenntnis über dessen Funktionsweise zu erhalten. Ein Teil dieser Funktionalität ist der Proof of Work (objektive Realität). Der Nachweis über die geleistete Arbeit.

Denn Bitcoin zu schürfen erfordert nicht nur ein komplexes, mathematisches Rätsel zu lösen. Weltweit kann jeder daran teilnehmen, gültige Blöcke zu finden. Sie können nicht errechnet werden und müssen durch astronomisch viele Versuche pro Sekunde per Zufall entdeckt werden. Je mehr Rechenleistung, desto schneller die Ergebnisse. Um diese Block-Generierung aber zeitlich zuverlässig in feste Einheiten zu synchronisieren, wurden sehr ausgefeilte Mechanismen entworfen.

Im Protokoll wurde ein 10 Minutes Invervall festgelegt, in dem, unabhängig der gesamten, gebündelten Rechenleistung ein gültiger und überprüfter Block in die Zeitkette von Bitcoin eingehängt werden darf. Einmal in die Blockchain eingefügt und bestätigt, wird dieser unwiderruflich Teil der gesamten Bitcoin Historie.

Ein Block ist vergleichbar mit einer Seite eines Kassenbuches. Er enthält z.B. eine Block Belohnung für den, der das Rätsel als erstes löst. Zusätzlich werden einige Tausend Transaktionen durch den Block geschrieben, auf Echtheit überprüft und vom gesamten Netzwerk validiert bzw. akzeptiert.

Eine weitere, unverzichtbare und automatische Stellschraube ist die Schwierigkeitsanpassung, die Difficulty. Sie regelt die Komplexität der zu lösenden Rechenaufgabe und paßt sich automatisch daran an, wie viel Rechenleistung weltweit gebündelt um das Finden von Blöcken konkurriert.

Während zu Beginn des Netzwerkes z.B. ein PC ausgereicht hat um einen Block in 10 Minuten zu finden, konnte die Schwierigkeit (Difficulty) noch auf 1 stehen. Kam ein zweiter PC gleicher Leistung dazu, so wurde bereits nach 5 Minuten ein Block gefunden. Jetzt mußte die Schwierigkeit erhöht werden, um die Zeitkette wieder auf 10 Minuten pro gefundenen Block zu synchronisieren.

Das Protokoll von Bitcoin zählt die gesamte Rechenleistung weltweit in Echtzeit zusammen. Durch die entstandene Dezentralität existieren damit sehr viele Mining-Chips auf der ganzen Welt verteilt, die sich daran beteiligen.

Die gesamte Rechenleistung im Netzwerk wird als Hashrate bezeichnet. Sie ist heute eine exorbitante Zahl. Sie beschreibt die Rechenversuche aller Mining Geräte weltweit kumuliert pro Sekunde die nötig sind, entsprechend der gesetzten Schwierigkeit einen einzigen, gültigen Block zu finden. Sie ist die Absicherung des Netzwerkes. Sinkt die Zahl der Miner, sinkt auch die Hashrate und damit die Difficulty. Sinkt die Difficulty wird das Mining durch geringeren Stromverbrauch günstiger und bietet wieder ökonomische Anreize. Diese geniale Balance kann durchaus als ein Meisterstück der heutigen Ökonomie betrachtet werden.

Da Bitcoin mit einem spezialisierten ASIC Chip geschürft werden, läßt sich schon durch die Hashrate relativ genau ermitteln, wie viele Geräte weltweit am Mining beteiligt sind. Und auch, wie viel Strom im weltweiten Netzwerk verbraucht wird. Ein eindeutiger, mathematischer Beweis für die absolute Echtheit der Dezentralität für die monetären Daten auf der Bitcoin Blockchain.

Die aktuelle, dezentrale Rechenleistung ist also weltweit verteilt überprüfbar so groß, daß sie selbst von einem ganzen Land wie z.B. den VSA, nicht manipuliert werden könnte.

Da sich jeder Knotenpunkt überprüfbar (Open Source) mit dem gesamten Netzwerk synchronisiert und das auch nur mit gültigen Versionen tut, kann jeder selbst die Echtheit des Netzwerkes überprüfen. Dazu ist lediglich ein kleiner PC nötig und die einfache Installation eines Knotenpunktes (souveräne Prüfung). Die sogenannte ‚Node‘ lädt die gesamte Bitcoin Blockchain Historie herunter und überprüft jeden einzelnen Block von Anfang an auf Gültigkeit.

Um sicher zu stellen, daß auch die korrekte Kette synchronisiert wird, akzeptiert die Node mit ihrem Basis Protokoll ausschließlich die längste Kette. Sie erkennt also die Kette mit der größten, kumulierten Rechenleistung als wahre Historie. Sie ist nicht fälschbar, wie man am konsistenten und enormen Energieverbrauch erkennt. Die große und immer weiter wachsende Bitcoin Gemeinschaft entscheidet sich von Beginn des Kern Netzwerkes bis heute mit (in 2026 vermutet) ca. dreihundert Millionen Teilnehmern (basierend auf der Anzahl bekannter Wallets gemäß mehrerer Analyse Unternehmen) einheitlich für denselben Konsens.

Die genaue Anzahl an Knotenpunkten ist jedoch nicht ermittelbar, da sich viele Knotenpunkt Geräte (vermutlich die meisten) über das TOR Netzwerk miteinander verbinden. Dies ist eine wichtige Eigenschaft zur Privatsphäre, jedoch nicht entscheidend für das Netzwerk.

Der Preis, der sich durch das Verkaufen von Bitcoin durch die Miner an die Börsen ergibt, ist also zusammen mit der Hashrate und der Difficulty eine einzigartige Wahrheit, die sich in digitaler Form ausschließlich durch die Dezentralität und des quelloffenen Protokolls von Bitcoin ergeben kann. Kein anderes digitales System kann diese Überprüfbarkeit auch nur im Ansatz bieten und aller Voraussicht nach wird Bitcoin auch das einzige Netzwerk in unserer Menschheit bleiben, das diese einzigartige Fähigkeit entwickeln konnte.

Zu dieser Wahrheit zählt auch die absolut begrenzte Menge an Bitcoin, die jemals geschürft werden können. Damit gibt es in unserer Welt zwei Dinge, die absolut begrenzt sind. Bitcoin und unsere Lebenszeit.

Warheit auf Tafel geschrieben