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Was ist Dezentralität?

15.06.2026 – JeDI Consulting – Lesezeit 3 Minuten 

Die Zusammenhänge dieses Begriffes gelten als komplex und nicht einfach zu verstehen. Das liegt daran, daß er niemals in unserer Schulbildung behandelt wurde.

Dezentralität läßt sich grundsätzlich nicht herstellen oder bauen. Sie kann nur von selbst entstehen.

Pilze sind der größte Organismus auf unserer Welt und genau sie erfüllen die Kern-Eigenschaften der Dezentralität. Sie sind überall präsent und sie haben keinen Ursprung. Sie sind also das Gegenteil von Zentralisierung, indem sie Symbiosen eingehen mit z.B. Pflanzen. Sie geben etwas und sie erhalten etwas zurück. Vernichet man einen Teil von ihnen, hat dies überhaupt keine Auswirkungen auf die weltweite Präsenz. Pilze organisieren sich ausschließlich selbst.

Ein nahezu dezentrales Computersystem ist das Internet. Auch, wenn es aus vielen zentralisierten Knotenpunkten besteht, so entsteht die Dezentralität damit, daß es jahrzehnte lang gewachsen ist und man es faktisch nicht mehr weltweit abschalten kann. Zwar wäre es in der Theorie möglich. Praktisch jedoch wird es niemals dazu kommen können, denn die gesamten, gesellschaftlichen und weltweiten Strukturen basieren heute darauf. Handel, Kommunikation, Transport, Regierungen, Kontrolle, Militär und besonders das Geldsystem. Größte Teile der gesamten Welt würden zum Erliegen kommen. Und selbst, wenn man es für kurze Zeit vollumfänglich abschalten könnte, so würde dies nur für einen sehr begrenzten Zeitraum funktionieren. Zu viele Eigeninteressen hängen daran, sodaß es immer Menschen geben würde, die Teile des Netzes wieder in Betrieb nehmen würden.

Stellt man sich einmal vor, jeder Mensch auf dieser Welt verfügte über eine Goldmünze. Wäre es möglich, sie vollumfänglich von den Menschen zu entfernen?

Das heute bekannteste, dezentrale Netzwerk ist das Bitcoin Netzwerk. Es mußte ebenfalls wachsen, denn zu Beginn war es keineswegs dezentral. Das quelloffene Protokoll jedoch wurde genau auf diese Eigenschaft von Anfang an so entworfen und entwickelt.

Erst die langjährige Verbreitung bis heute im Jahr 2026 (geschätzt etwa dreihundert Millionen Teilnehmer) führte dazu, daß sich echte Dezentralität bilden konnte. Der Ursprung spielt dabei nun überhaupt keine Rolle mehr. Und das Netzwerk wächst überprüfbar kontinuierlich weiter, da es ebenfalls Symbiosen eingeht. Es gibt keinen Ansprechpartner. Man gibt seine Energie hinein in Form von z.B. Lebenszeit und damit geleisteter Arbeitszeit und erhält die Eigenschaften zurück. Es ist damit nahezu ausgeschlossen, daß sich daran jemals etwas ändern wird.

Echte Dezentralität besteht dann, wenn der Ursprung irrelevant wird, sich das System selbst organisiert, anpassungsfähig ist und somit unmöglich zentralisiert werden kann.

goßes Netz aus Knotenpunkten